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Kostenlos installieren →Sekundärliteratur richtig zitieren und einordnen
Schnelle Antwort
Sekundärliteratur sind Quellen, die Primärliteratur zusammenfassen, interpretieren oder bewerten, etwa Lehrbücher, Aufsätze oder Kommentare. In wissenschaftlichen Arbeiten wird nach Möglichkeit die Primärquelle zitiert; ist sie nicht zugänglich, wird die Sekundärquelle mit dem Zusatz „zitiert nach“ angegeben, damit die indirekte Übernahme eindeutig bleibt.
Primär- vs. Sekundärliteratur
Primärliteratur: Originalwerke von Autoren/Forschern
- Einsteins Publikationen zum E=mc²
- Shakespeares Hamlet
- Ursprüngliche Forschungsdaten
Sekundärliteratur: Werke, die über Primärquellen sprechen
- Ein Buch über Einsteins Theorien
- Eine Analyse von Hamlet
- Eine Metaanalyse von Forschungsdaten
Wann Sekundärliteratur verwenden
Sekundärliteratur ist wertvoll für:
- Überblick über ein Thema
- Verschiedene Perspektiven
- Historischer Kontext
- Zusammenfassung komplexer Konzepte
- Kritische Analysen
- Theoretische Rahmenbedingungen
Primärliteratur verwenden für:
- Direkte Argumente des Autors
- Originalforschung
- Zitate vom Originalautor
- Direkte Textanalyse
- Datenanalyse
Das ideale Verhältnis
Empfohlene Zusammensetzung:
- 60-70% Primärliteratur
- 30-40% Sekundärliteratur
Dies variiert je nach Fachgebiet und Arbeit.
Wie Sekundärliteratur zitieren
Sie zitieren immer noch die Sekundärquelle, nicht das Original:
Falsch: (Einstein, 1905, zitiert nach Müller, 2020, S. 45)
Richtig: Nach Müller (2020) argumentiert Einstein…
Im Literaturverzeichnis: Müller, Klaus (2020). Einsteins Theorien…
Probleme mit zu viel Sekundärliteratur
- Oberflächlichkeit: Keine tiefe Analyse
- Zirkuläre Argumente: Kopieren von anderen Sekundärquellen
- Verlust von Originalität: Nur Andere wiederholen
- Fehlende Authentizität: Nicht mit Primärquellen vertraut
- Schlechtere Noten: Dozenten erkennen dies
Wie man Sekundärliteratur kritisch nutzt
Schritt 1: Verstehen Sie die Sekundärquelle
Lesen Sie das Werk gründlich und verstehen Sie die Argumentation.
Schritt 2: Überprüfen Sie gegen Primärquellen
Wenn möglich, überprüfen Sie die Interpretationen anhand der Originalquellen.
Schritt 3: Entwickeln Sie eigene Perspektive
Stimmen Sie zu? Haben Sie Kritik? Welche neuen Perspektiven sehen Sie?
Schritt 4: Verwenden Sie mit Quellen-Angabe
Zitieren Sie die Sekundärquelle, wenn Sie diese Idee verwenden.
Beispiele von Sekundärliteratur-Nutzung
Gut:
Die Forschung zeigt (Müller, 2020), dass Technologie den Unterricht transformiert, obwohl einige Kritiker (Schmidt, 2019) argumentieren, dass dies zu schnell geht. Nach meiner Analyse…
Nicht so gut:
Müller (2020) sagt, dass Technologie wichtig ist, und Schmidt (2019) auch. Daher ist Technologie wichtig.
Problem:
Ich verwende nur andere Autoren, ohne eigene Analyse.
Sekundärliteratur in verschiedenen Fachbereichen
Naturwissenschaften
- Primär: Originale Forschung
- Sekundär: Überblickspapiere, Metaanalysen
- Verhältnis: Stark primär-fokussiert
Geisteswissenschaften
- Primär: Originalwerke (z.B. Texte, Kunstwerke)
- Sekundär: Kritische Analysen
- Verhältnis: Ausgewogen, oft mehr Sekundär
Geschichte
- Primär: Historische Dokumente
- Sekundär: Historische Forschung
- Verhältnis: Viel Sekundär, aber unterstützt mit Primär
Wirtschaft
- Primär: Firmendaten, Geschäftsberichte
- Sekundär: Analysen, Kommentare
- Verhältnis: Gemischt, je nach Fokus
Best Practices für Sekundärliteratur
- Verwenden Sie beide: Nicht nur eine Art
- Betonen Sie Primärliteratur: Besonders bei Analysen
- Überprüfen Sie Interpretationen: Nicht blind folgen
- Zitieren Sie korrekt: Immer die tatsächlich verwendete Quelle
- Entwickeln Sie Ihre Perspektive: Nutzen Sie Sekundär als Sprungbrett
- Variieren Sie Ihre Quellen: Nicht nur eine Sekundärquelle
- Kritisch bleiben: Fragen Sie Annahmen in Sekundärliteratur
Fehler zu vermeiden
- Sekundärliteratur als Primärliteratur zitieren
- Zu abhängig von Sekundärliteratur
- Nicht überprüfen von Sekundär-Interpretationen
- Primärliteratur nicht selbst lesen
- Zirkuläres Zitieren (aus Sekundär in Sekundär)
Zusammenfassung
Sekundärliteratur ist wertvoll, sollte aber mit Bedacht verwendet werden. Mit dem richtigen Verhältnis und kritischer Nutzung erstellen Sie originale, analytische Arbeiten, die die höchsten akademischen Standards erfüllen.
Weiterführende Literatur
- Purdue OWL — Bietet verständliche Anleitungen zu wissenschaftlichem Schreiben und Zitieren, darunter den korrekten Umgang mit Quellen und Sekundärzitaten.
- APA Style — Hilft beim formalen Zitieren und Einordnen von Sekundärliteratur im APA-Stil, besonders in sozial- und geisteswissenschaftlichen Arbeiten.
- Chicago Manual of Style Online — Eine zentrale Referenz für präzise Zitierregeln und den differenzierten Umgang mit Primär- und Sekundärquellen.
- MLA Style Center — Nützlich für das korrekte Zitieren von Literaturquellen und für Hinweise zum Einsatz von Sekundärliteratur in geisteswissenschaftlichen Texten.
Häufig Gestellte Fragen
Was ist Sekundärliteratur?
Sekundärliteratur ist Material, das über Primärquellen oder andere Themen schreibt. Ein Buch über Einstein ist Sekundärliteratur, Einsteins eigene Veröffentlichungen sind Primärliteratur.
Sollte ich Sekundärliteratur verwenden?
Ja, aber in begrenztem Umfang. Sekundärliteratur bietet wichtige Perspektiven und Interpretationen, aber Primärquellen sind vorzuziehen. Ein gutes Verhältnis ist 60-70 % Primärliteratur und 30-40 % Sekundärliteratur.
Wie viel Sekundärliteratur ist zu viel?
Das hängt von der Arbeit ab, aber Sie sollten die Primärquellen immer selbst analysieren und nicht nur anderen folgen. Nutzen Sie Sekundärliteratur zur Unterstützung Ihrer Analyse, nicht als Ersatz dafür.
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